IPV: Krise betont Wichtigkeit der Branche

Der Trend zu Papierverpackungen hält an. Die im Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) organisierten Unternehmen verzeichnen aber nicht nur eine starke Nachfrage nach faserbasierten Verpackungen. Auch polymerbasierte Monomaterialien sind derzeit gefragt.

Die Wertschätzung für Verpackungen, die Lebensmittel schützen und die Haltbarkeit verländern, steigt seit der Corona-Pandemie wieder an. „Für die Akzeptanz und Zukunft flexibler Verpackungen wird mehr denn je die Rezyklierbarkeit und die intelligente und nachhaltige Wahl der jeweils passenden Materialien ausschlaggebend sein. Mit zusätzlichen wissenschaftlichen Studien wird der IPV hier ansetzten und gegenüber Politik und Verbraucher die guten Argumente herausarbeiten und untermauern, die für flexible Verpackungen als Produktschutz sprechen“, sagt IPV-Vorstandssprecher Klaus Jahn.

Rezyklierbarkeit der Verpackungen laut IPV im Fokus

Eine große Herausforderung besteht in der stetig wachsenden Zahl von Substitutmaterialien mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Der Trend zu Papierverpackungen als Ersatz für Kunststoff hält an und nimmt in der Coronavirus-Pandemie zusätzlich an Fahrt auf. So wird nicht nur die Entwicklung alternativer faserbasierter Produkte von unterschiedlichen Akteuren weiter vorangetrieben, Fortschritte machte die Forschung unter anderem auch bei der Barriereschutzfunktion von Papier. Auch ein Großteil der IPV-Mitgliedsunternehmen gab in der diesjährigen Jahresbefragung an, dass die Kundenachfrage nach faserbasierten Ersatzprodukten stark oder sogar sehr stark gestiegen ist.

Demgegenüber sind auch bei der Anwendung von polymerbasierten Folien große Entwicklungsschritte zu sehen. Hier steht der Trend zu Monomaterialien zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit stark im Vordergrund. Der Rezyklierbarkeit von flexiblen Verpackungen wird der IPV folglich auch im Geschäftsjahr 2020/2021 besondere Aufmerksamkeit widmen.

IPV-Geschäftsführer Karsten Hunger. (Bild: IPV)

(Bild: IPV)

„Die Erhöhung der Systembeteiligungsquoten im Bereich des Verpackungsgesetzes, die positiven Entwicklungen bei den Entwicklungen der Recyclingfähigkeit, das wieder etwas gestiegene Vertrauen in den Nutzen von Verpackungen – all das sehen wir als durchaus positive Entwicklung. Gleichwohl bedroht weiterhin der bürokratische Aufwand sowie die massiven politischen Markteingriffe wie bspw. Produktverbote insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen unserer Branche. Hierzu gilt es dringend die Entscheidungsträger noch stärker zu sensibilisieren.“ Karsten Hunger, IPV-Geschäftsführer

Rund 60 Prozent der Verbandsunternehmen des Industrieverbandes Papier- und Folienverpackung (IPV) gaben zudem in einer Befragung an, dass sich der Lockdown negativ auf den Umsatz oder die Umsatzerwartungen ausgewirkt hat.

Quelle: IPV