Neue Generation der Kennzeichnung

Der neue IQJET von Leibinger räumt mit Nachteilen herkömmlicher CIJ-Drucker auf.
Der neue IQJET von Leibinger räumt mit Nachteilen herkömmlicher CIJ-Drucker auf. (Bild: Leibinger)

Ein Kennzeichnungssystem ist in der Produktionslinie unverzichtbar. Aber das Kennzeichnungssystem stellt nur einen kleinen Teil der gesamten Produktionslinie dar, und viele Unternehmen setzen sich bisher nicht wirklich intensiv mit diesem Thema auseinander. Die Kennzeichnung soll einfach laufen, Punkt. Doch genau an diesem „zuverlässigen, kontinuierlichen Laufen“ scheitern in der Produktionspraxis viele der herkömmlichen Kennzeichnungssysteme. Unterbrechungen, aufwendige Aufstart- oder Einrichtzeiten, fehlende Flexibilität bei Umstellungen – eins führt zum anderen, und auf einmal steht die komplette Produktionslinie. Das ist nicht nur ärgerlich, das kostet auch viel Geld. Doch es geht anders. So lautet das klare Statement aus dem Hause Leibinger, und zwar mit dem neuen Kennzeichnungssystem IQJET.

Die neue Generation der Kennzeichnung legt den Fokus auf Nachhaltigkeit, maximale Zuverlässigkeit und signifikante Einsparung der Betriebskosten. Im Mai dieses Jahres hat der Kennzeichnungsspezialist aus Baden-Württemberg das neue, intelligente Coding & Marking System IQJET vorgestellt. Der IQJET bietet eine Plug & Print Perfomance und maximale Verfügbarkeit ohne Produktionsunterbrechungen. Er ist die ersten fünf Jahre wartungsfrei. Zudem nimmt er eine Vorreiterstellung im Bereich Nachhaltigkeit ein und verspricht den Anwendern geringere Betriebskosten.

“Wir schlossen den IQJET an und er begann sofort zu drucken. Fehlerfrei. Während des Betriebs muss der Bediener praktisch nicht eingreifen. Die Reinigung ist unnötig. Und der Wechsel der Kartuschen ist so einfach wie nie zuvor.“

Simon Keller, Technischer Gruppenleiter, Bereich Verpackung Deli / Tainer, Maggi GmbH, Singen

Durch die luftdichte Düsenverschlusstechnologie kann keine Tinte eintrocknen oder verstopfen und der IQJET ist jederzeit druckbereit.
Durch die luftdichte Düsenverschlusstechnologie kann keine Tinte eintrocknen oder verstopfen und der IQJET ist jederzeit druckbereit. (Bild: Leibinger)

CIJ erklärt

Die gängigsten Kennzeichnungssysteme zum Aufdrucken variabler Daten wie Mindesthaltbarkeitsdaten, Codierungen, Seriennummern usw. sind Continuous-Inkjet-Drucker (CIJ). Der große Vorteil der CIJ, die auch als „Kleinschriftdrucker“ bekannt sind, liegt in der Flexibilität.  CIJ-Drucker sind für nahezu alle Oberflächen, Formen und Materialien geeignet. Die Codierung erfolgt kontaktlos. Die Integration ist einfach, der Einsatz für Mensch und Umwelt gefahrlos, es sind keine Schutzvorrichtungen notwendig. Die Tinten sind extrem schnelltrocknend und eignen sich für nahezu alle Produktionsumgebungen und Anwendungen.

Leibinger räumt mit Vorurteilen auf

Ein großer und auf dem Markt bekannter Nachteil herkömmlicher CIJ-Drucker ist, dass diese regelmäßig, nicht selten sogar bei jedem Start, gereinigt werden müssen, sodass die Produktionslinie in dieser Zeit angehalten werden muss. Das passiert, weil die Tinte in den Systemen, wenn diese nicht in Gebrauch sind, eintrocknet und die Leitungen verstopft. Ausfallszeiten und ein unschönes Druckbild nach dem Aufstarten sind die Folge.

Nicht so mit Leibinger CIJ-Kennzeichnungssystemen. „Ein Leibinger CIJ erfordert keine Reinigungsroutinen. Die Technologie dahinter ist eine gänzlich andere“, erklärt Christophe Lopez, CCO bei Leibinger.

Vermeidung von Ausfallzeiten durch einzigartiges Produktdesign

Die Tintenkartuschen des IQJET können einfach recycelt werden. Sie bestehen aus Monomaterial-PE und werden bis auf den letzten Tropfen Tinte entleert.
Die Tintenkartuschen des IQJET können einfach recycelt werden. Sie bestehen aus Monomaterial-PE und werden bis auf den letzten Tropfen Tinte entleert. (Bild: Leibinger)

Leibinger CIJ-Drucker verfügen über eine vollautomatische Düsenverschlusstechnologie. Ist der Drucker nicht in Gebrauch, wird die Tinte in einem 100 Prozent luftdichten Kreislauf verschlossen. In diesem zirkuliert die Tinte weiter. Kein Verstopfen oder Eintrocknen der Tinte, keine Reinigung, keine teuren Ausfallzeiten. „Diese Technologie ist einzigartig auf dem Markt. Luftdichter und komplett automatischer Druckdüsenverschluss, das gibt es nur bei Leibinger“, ergänzt Christophe Lopez, der seit 15 Jahren im Kennzeichnungsmarkt tätig ist und diesen so gut wie seine Westentasche kennt.

Wenn der Drucker eingeschaltet wird, läuft er sofort wieder an. Um unabhängig von den Umgebungsbedingungen eine gleichbleibend hohe Druckqualität zu gewährleisten, regelt der neue Leibinger IQJET zudem permanent die Tintentemperatur und -viskosität.

Bis zu 50 Prozent niedrigerer Verbrauch

Ein weiterer Effekt der luftdichten Düsenverschlusstechnologie ist, dass während der Druckpausen kein Lösemittel verbraucht wird. Darüber hinaus fängt der IQJET im Betrieb verdunstetes Lösungsmittel auf und führt es dem System wieder zu. Somit erzielt der IQJET bis zu 50 Prozent niedrigeren Verbrauch als herkömmliche CIJ-Systeme im Markt.

Beispiel: Der IQJET verbraucht 2,7 ml Lösungsmittel pro Stunde. Wettbewerbsdrucker ohne Lösemittelrückgewinnung verbrauchen zwischen 6 und 10 ml pro Stunde. Gerechnet auf einen 3-Schicht-Betrieb mit durchschnittlich 6.000 Gesamtstunden pro Jahr werden bis zu 43 800 ml Lösemittel pro Jahr eingespart.

Die Tintenkartuschen komplett aufzubrauchen und so Verschwendung zu verhindern, klingt selbstverständlich, ist es im Kennzeichnungsmarkt jedoch leider nicht. Oftmals verlangen herkömmliche Kennzeichnungssysteme nach neuen Kartuschen, auch wenn sie noch bis zu zehn Prozent Füllmenge aufweisen. Eine vermeidbare Verschwendung, die sich auf die Umweltbilanz und auf die Kosten auswirkt. Die Kartuschen des IQJET-Druckers entleeren sich dagegen bis auf den allerletzten Tropfen und können somit direkt in den Recyclingkreislauf aufgenommen werden. Darüber hinaus bestehen Leibinger-Kartuschen aus nur einem Kunststoff (PE) und sind somit einfacher zu recyceln.

Auch in puncto Stromverbrauch nimmt der IQJET eine Pionierstellung ein und ist mit einem Verbrauch von nur 36 Watt der energieeffizienteste Drucker im Markt.

Bei Maggi kommt der IQJET für die direkte Bedruckung auf dem Produkt zum Einsatz. CJI-Drucker eignen sich besonders für das Aufdrucken von Mindesthaltbarkeitsdaten, Codierungen, Chargennummern.
Bei Maggi kommt der IQJET für die direkte Bedruckung auf dem Produkt zum Einsatz. CJI-Drucker eignen sich besonders für das Aufdrucken von Mindesthaltbarkeitsdaten, Codierungen, Chargennummern. (Bild: Leibinger)

Integration in Betrieb

Bei der Integration in den Produktionsbetrieb via Plug & Print setzt Leibinger mit seinem IQJET einen neuen Standard. Das wird mit zahlreichen Schnittstellen, einschließlich OPC UA und einer integrierten SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) erzielt. Mit hochmodernem HMI mit einem 10-Zoll-Touch-Display und intuitiver Drag-&-Drop-Bedienung, wie auf einem Smart Device, kann das System mühelos ohne Systemvorkenntnisse bedient werden.

“Mit dem IQJET hätte die Integration nicht einfacher sein können. Und im Betrieb sind praktisch keine Eingriffe nötig.“

Simon Keller

Qualität, die lange hält

Die nachhaltigsten Produkte sind diejenigen, die eine lange Lebensdauer haben. Leibinger CIJ-Drucker werden mit einer Fertigungstiefe von mehr als 85 Prozent im Produktionswerk in Deutschland hergestellt. Maximale Kontrolle über die Qualität und lange Lebensdauer der Komponenten stehen dabei im Fokus. Qualitativ hochwertige Produkte erfordern weniger Wartung. Das wiederum bedeutet deutliche Einsparungen bei den laufenden Kosten und minimiert wartungs- und reparaturbedingte Produktionsunterbrechungen.

Der neue Leibinger Drucker IQJET erfordert fünf Jahre lang keine Wartung. Das liegt vor allem an dem neuen Produktdesign, das den Verschleiß reduziert. So wird zum Beispiel keine ständig laufende Hauptpumpe für den Druckbetrieb benötigt.

“Jeder Hersteller, der Wert auf herausragende Effizienz und Zuverlässigkeit legt, wird von dem IQJET stark profitieren. Wir bei Maggi schätzen auch, dass unsere Mitarbeiter nun mehr Zeit haben, sich auf das Wesentliche wie Sicherheit und Produktqualität zu konzentrieren.“

Simon Keller

www.leibinger-group.com/de

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