Das Start-up Papair hat jetzt die Luftpolsterfolie PapairWrap aus 100 Prozent Papier auf den Markt gebracht. Mit einem innovativen Verfahren zur Herstellung des nachhaltigen Verpackungsmaterials startet die Produktion am eigenen Produktionsstandort in Rethem an der Aller.
Das Team um die Gründer Christopher Feist, Fabian Solf und Steven Widdel schafft mit PapairWrap eine neuartige Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien.
Geplant war der Produktionsstart bereits für März 2022. Die pandemischen und weltpolitischen Ereignisse verzögerten die Lieferung von Technik und Bauteilen für Anlage immer wieder. Nach einer ausführlichen Inbetriebnahmephase beim Maschinenbauunternehmen in Bayern geht es jetzt endlich auch am Standort Rethem los.
Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungsalternativen ist hoch und der Bedarf ist da. Mit dem PapairWrap aus der ersten Anlage werden zunächst über 150 Kunden aus verschiedenen Branchen beliefert. Parallel dazu finden Pilotprojekte mit ausgewählten Kunden statt, um den Einsatz von PapairWrap zu evaluieren und die Ergebnisse in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen.
„Wir starten zunächst mit unserer Pilotanlage. Die zweite, größere Anlage ist für Ende dieses Jahres geplant, um die steigende Nachfrage zu erfüllen und zwei verschiedene Produktbreiten anbieten zu können.“
Steven Widdel, CTO

Die Gründer von Papair setzen sich seit 2020 gemeinsam mit ihrem inzwischen 14-köpfige Team für mehr Nachhaltigkeit in der Verpackungsbranche ein. Der Produktionsstart von PapairWrap ist ein wichtiger Meilenstein, doch gedanklich sind das Team und die Gründer bereits viel weiter. Für die Anschaffung von weiteren Anlagen muss die Finanzierung sichergestellt werden.
Bereits jetzt wird an weiteren Funktionalitäten der Luftpolsterfolie aus Papair gearbeitet, um das Einsatzspektrum von PapairWrap zu vergrößern. Zur Erweiterung des Produktportfolios wird die Entwicklung weiterer Produkte vorangetrieben. Konkret sind das nachhaltige Versandtaschen, gepolsterte Versandkartons aber auch individuelle Spezialanfertigungen.

Das 2020 gegründete Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, Plastikmüll zu vermeiden und mit ihrer Luftpolsterfolie aus Papier ein Verpackungsmaterial auf den Markt zu bringen, das Sicherheit, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit vereint. Der Erfolgt gibt dem Team und seiner Vision recht. Im Dezember 2022 konnten sie den Durchstarterpreis, einen Wettbewerb der Gemeinschaftsinitiative des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft und Kultur und der niedersächsischen Investitions- und Förderbank in der Kategorie Newcomer/ Scale up für sich entscheiden. Seit 2023 sind sie Teil des Amazon Sustainability Accelerators und konnten ebenfalls den Finaleinzug beim niedersächsischen Innovationspreis und beim internationalen Sustainable Packaging Awards für sich verbuchen.
Quelle: Papair
Green Packaging - Weitere Meldungen

ACG bringt nachhaltige Blisterlösung auf den Markt
ACG Packaging Materials stellt mit SuperPod eine innovative Cold-Form-Blisterlösung vor, die den Materialverbrauch deutlich reduziert und Nachhaltigkeit fördert.

Borealis investiert in kreislauffähige Kunststoffproduktion
Borealis investiert 49 Millionen Euro in Burghausen zur Produktion recyclingfähiger Monomaterial-Kunststoffe mit der Borstar Nextension-Technologie.

Nachhaltige Tuben für Kosmetik und Pharma
Neopac zeigt auf der Pharmapack in Paris neue Lösungen, die für die Anforderungen der PPWR entwickelt wurden, darunter ISCC+ zertifizierte Tuben aus zirkulären und biobasierten Materialien.

Upgrade für PET-Mehrwegflasche von Gerolsteiner
Der Gebindeklassiker von Gerolsteiner hat ein Upgrade erhalten: Die 1-Liter-Mehrwegflasche besteht jetzt zu 50 Prozent aus recyceltem PET und schafft bis zu 25 Umläufe.

Digitales Mehrweg-Pfandsystem unter Festivalbedingungen erfolgreich
Beim Fairground Festival in Hannover wurde mit „Throw’n’Go“ erstmals ein Mehrweg-Pfandsystem von Tomra Reuse eingesetzt, das den Kauf und die Rückgabe von Getränkebechern vollständig digital abbildet.

Papierbasierte Verpackung für empfindliche Gewürze
Das Hamburger Unternehmen one.five entwickelt Verpackungen mit Hilfe moderner KI-Technologien, aktuell eine papierbasierte Barriereverpackung für einen Bio-Gewürzhersteller.
