Toppan übernimmt Mehrheit an Irplast

Bild: Toppan

Der japanische Konzern Toppan übernimmt 80 Prozent des italienischen Folienherstellers Irplast. Mit der Beteiligung soll das internationale Geschäft ausgebaut und die nachhaltige Ausrichtung der Verpackungssparte gestärkt werden.

Die japanische Toppan-Gruppe übernimmt über ihre indische Tochtergesellschaft Toppan Specialty Films 80 Prozent der Anteile am italienischen Unternehmen Irplast S.p.A. Der Erwerb erfolgt vom bisherigen Mehrheitseigentümer Cheyne Strategic Value Credit (SVC), einem britischen Investmentfonds. Die Transaktion soll im April 2025 abgeschlossen werden, vorbehaltlich üblicher regulatorischer Genehmigungen.

Irplast bleibt dabei mit seinem Führungsteam an Bord: CEO Fausto Cosi und COO Luca de Bartolo behalten gemeinsam 20 Prozent der Anteile und sollen künftig eng mit dem Management der Toppan-Gruppe zusammenarbeiten.

Synergieeffekte und Kapazitätsausbau

Irplast befindet sich derzeit in einer Expansionsphase. Am Standort Atessa (CH) wird eine neue Produktionslinie mit LISIM-Technologie von Brückner Maschinenbau in Betrieb genommen, mit der sich die Kapazität der Folienproduktion verdreifachen soll. Die Akquisition durch Toppan soll die operative und kommerzielle Schlagkraft beider Unternehmen erhöhen.

Toppan, ein weltweit tätiger Anbieter integrierter Lösungen in Bereichen wie Druck, Verpackung, Elektronik und digitale Transformation, sieht in der Übernahme einen strategischen Schritt zur Stärkung der Marktpräsenz in Europa. Irplast gilt als etablierter Anbieter von BOPP-Folien für Etiketten, Klebebänder und Multipacklösungen, insbesondere für die Lebensmittel-, Körperpflege- und Haushaltswarenbranche.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Irplast betont sein starkes Engagement für Nachhaltigkeit. Das Unternehmen produziert maßgeschneiderte, biaxial gestreckte Polypropylenfolien (BOPP) und verfolgt dabei ein vertikal integriertes Geschäftsmodell – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Laut Unternehmensangaben wird besonders auf die Reduktion von Materialdicken, den Einsatz erneuerbarer und chemisch recycelter Rohstoffe sowie auf die Wiederverwendung von Produktionsabfällen geachtet. Seit 2020 dokumentiert Irplast seine Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit mit einem eigenen Bericht.

Toppan will diese Ausrichtung weiter fördern, heißt es. Die Integration in das globale Netzwerk soll Irplast dabei helfen, europäische Nachhaltigkeitsvorgaben besser zu erfüllen und einen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen zu leisten.

Mit dem Einstieg bei Irplast stärkt Toppan seine Position auf dem europäischen Verpackungsmarkt und setzt auf Wachstum durch technologische Innovation und Nachhaltigkeit. Für Irplast bedeute die Partnerschaft Zugang zu einem internationalen Netzwerk und die Möglichkeit, die eigene Expansion voranzutreiben.

Quelle: Irplast