Automatica-Interview: 170 Aussteller zeigen Lösungen für die Verpackungsindustrie

Impression der Automatica 2016 in MünchenAlle namhaften Hersteller präsentieren Roboterapplikationen auf der Automatica 2018. Hier zu sehen: eine Impression von Kuka auf der vorigen Automatica. (Bild: Messe München GmbH)

Was wird die Rolle des Menschen in der smarten Fabrik der Zukunft sein? Was erwartet Besucherinnen und Besucher aus der Packaging-Branche auf der Automatica? Darüber haben wir uns mit Automatica-Projektgruppenleiter Armin Wittmann unterhalten.

pj: Bereits im Herbst des vorigen Jahres berichteten Sie über den Anstieg der Ausstellerzahlen. Wie haben sie sich seitdem entwickelt?

Armin Wittmann: Die Automatica wächst. Wir erwarten insgesamt knapp 900 Aussteller und mehr gebuchte Fläche. Erstmalig wird die Messe sechs Hallen voll belegen.

pj: Verglichen mit der Automatica 2016: Welches sind die wesentlichen Änderungen, die seitdem in der Automationsbranche stattgefunden haben?

Armin Wittmann: Die Digitalisierung in der Fertigung und die Mensch-Roboter-Kollaboration bringen neue Anforderungen in die Arbeitswelt. Aus- und Weiterbildung werden in Zukunft immer wichtiger. Das wird ein großes Thema auf der Automatica 2018 sein.

Armin Wittmann (Bild: Messe München)

Armin Wittmann (Bild: Messe München)

„In Zukunft werden Mensch und Maschine im Team arbeiten. Dabei bleibt der Mensch mit seiner emotionalen Intelligenz im Mittelpunkt – der Roboter assistiert.“, Armin Wittmann, Projektgruppenleiter der Automatica 2018.

Variantenvielfalt wächst rasant

pj: Was erwartet Besucherinnen und Besucher, die auf der Automatica nach Automationslösungen für Packaging-Applikationen suchen?

Armin Wittmann: Aktuell bieten rund 170 Aussteller Lösungen und Komponenten für die Verpackungsindustrie an. Die rasant wachsende Variantenvielfalt wirkt sich unmittelbar auf die Verpackungsbranche aus. Die Anforderungen sind nur mit erhöhten Automatisierungsgraden, immer leistungsstärkeren Systemen und flexibleren Prozessen zu erfüllen. Die Automatica zeigt die gesamte technologische Bandbreite.

pj: Stichwort Digitalisierung: Wo steht die deutsche Automationsbranche dabei? Kann die Automatica einen Beitrag leisten, um die Digitalisierung der industriellen Fertigung voranzutreiben?

Armin Wittmann: Deutsche Anbieter von Automation, Robotik sowie Maschinen- und Anlagenbau sind als Anbieter und Anwender von Industrie-4.0-Technologien im internationalen Spitzenfeld positioniert. Die Digitalisierung in der Fertigung ist ein Hauptfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und zukünftigen Erfolg. Mit dem eigenen Themenbereich „IT2Industry“ spannt die Automatica den Bogen von Robotik und Automatisierung über die Informationstechnologie bis hin zu Cloud Computing und Big Data. Die Idee ist, produzierenden Unternehmen einen Überblick über aktuelle Digitalisierungstrends, Erfolg versprechende Strategien und wichtige IoT-Technologien zu verschaffen.

Mensch-Roboter-Kollaboration wichtig für alle Aussteller

pj: Welche Lösungen aus dem Bereich Mensch-Maschine-Kollaboration sollten sich die Automatica-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen?

Armin Wittmann: Die Mensch-Roboter-Kollaboration ist ein wichtiges Thema für alle Automatica-Aussteller. Auf der Messe werden verschiedene technologische Aspekte beleuchtet: von der Sensorik über die Greiftechnik und Mechanik bis hin zur Programmierung und Arbeitsteilung.

pj: Der VDMA-Fachverband „Robotik + Automation“ bietet die Sonderschau „Der Mensch in der Automation“ an. Was glauben Sie: Wird der Mensch aus der smarten Fabrik der Zukunft verschwinden?

Armin Wittmann: In Zukunft werden Mensch und Maschine im Team arbeiten. Dabei bleibt der Mensch mit seiner emotionalen Intelligenz im Mittelpunkt – der Roboter assistiert. Der „Kollege Roboter“ ist bereits in der Praxis angekommen. Die Aufgabe ist jetzt, den smarten Helfer noch intelligenter und flexibler zu machen.

Einen Überblick über das Geschehen auf der Automatica erhalten Sie in diesem Artikel.