Fünf Fragen an Patrick Bonetsmüller (Somic-Gruppe)

Patrick Bonetsmüller, Somic-GruppePatrick Bonetsmüller, Somic-Gruppe (Bild: Somic)

Seit 1987 ist Patrick Bonetsmüller im Familienunternehmen tätig. Ab 2003 verantwortete er den Bereich des Produkttransports sowie des Produkthandlings im Unternehmen Somi Con. Nach mehrjähriger steter Unternehmensentwicklung gehört er seit 2013 der Geschäftsleitung an und ist nach dem Generationswechsel seit 2015 in gesamtverantwortlicher Position bei Somic.

pj: Herr Bonetsmüller, wo liegen aktuell die Schwerpunkte in Ihrem Unternehmen?

Patrick Bonetsmüller: Die Firma Somic hat sich zur Erfüllung der vielschichtigen Kundenforderungen dem kontinuierlichen Wachstum verschrieben. Dies erfordert neben einer Aufstockung personeller und räumlicher Ressourcen auch umfassende Prozessoptimierungen in gewissen Intervallen. Aktuell bauen wir z. B. gerade unser Tochterunternehmen Somic America Inc., in der Nähe von Minneapolis gelegen, erheblich aus.

pj: Welche besonderen Herausforderungen gab es für Sie im letzten Jahr?

Patrick Bonetsmüller: Die schnelllebigen Märkte verlangen unseren Kunden immer vielschichtigere Verpackungsaufgaben ab. Somit steigen die Anforderungen an Flexibilität und Performance in erheblichem Maße. Ebenso steigt global der Wunsch nach Digitalisierung und Predictive Maintenance. Hier gilt es, die Kundenanforderungen geschickt zu erfüllen und gleichzeitig eine attraktive wirtschaftliche Lösung zu bieten. Für uns als Hersteller bedeutet dies eine Anpassung und Erweiterung unseres Standardrepertoires mit neuester Technologie. Hier leistet unsere Entwicklungsabteilung bereits sehr gute Arbeit.

pj: Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage ein?

Patrick Bonetsmüller: Aktuell sind bei den meisten Herstellern in Deutschland die Auftragsbücher voll, dies trifft natürlich auch bei Somic zu – insofern ist die Lage nur als exzellent zu werten. Allerdings kann man bei den internationalen Ereignissen nicht sorglos in die Zukunft blicken. Zunehmende Handelsbeschränkungen und bevorstehende Zölle (ausgelöst durch die USA), jedoch auch der bevorstehende Brexit, falls dieser so kommen wird, werden die Konjunktur erheblich einbremsen.

pj: Welche Auswirkungen erwarten Sie für Somic?

Patrick Bonetsmüller: Wir möchten zum einen natürlich unserer Wachstumsmission gerecht werden, zum anderen werden wir verantwortungsbewusst handeln, um unseren Mitarbeitern im Unternehmen eine sichere Zukunft zu bieten. Hierzu werden wir zusätzlich spezifische Maschinen entwickeln, die der europäische Markt auch in konjunkturschwächeren Perioden weiterhin benötigt.

pj: Worin sehen Sie die wichtigsten Aufgaben und Trends der Branche?

Patrick Bonetsmüller: Mit der Globalisierung wird künftig hochwertige Technologie aus Deutschland auch in Schwellenländern gefragt sein. Zur Wahrung der Führungsrolle wird es wichtig sein, auch diese Märkte zu verstehen und das Bedienumfeld entsprechend zu gestalten. Eine umfassende Netzwerkumgebung sowie digitale Servicesysteme sind hierbei genauso wichtig wie die Zuverlässigkeit der Technik selbst. Hier gilt es, auch künftig die Balance aus Kosten und Nutzen zu gewährleisten.