Fünf Fragen an Sebastian Wolf (Wolf Verpackungsmaschinen)

Sebastian Wolf, Wolf Verpackungsmaschinen

Seit 2007 verantwortet Sebastian Wolf den Geschäftsbereich Vertrieb und Marketing der Wolf Verpackungsmaschinen GmbH (Lich) weltweit, und seit 2012 leitet er erfolgreich die Niederlassung des Unternehmens mit eigener Produktion in Hangzhou (China). Nach der erfolgreichen Markteinführung eines neuen Maschinenmodells in Asien und Middle East stehen nun Europa und Amerika dafür in seinem Fokus.

pj: Herr Wolf, wo liegen aktuell die Schwerpunkte in Ihrem Unternehmen?

Sebastian Wolf: Als weltweit agierender Hersteller von vertikalen Schlauchbeutelmaschinen und kompletten Systemen liegt unser Fokus natürlich nicht nur auf einem einzigen Gebiet, sondern ist sehr breit gefächert. Der stärkste Markt ist für uns seit mehr als 20 Jahren Asien, dort gibt es völlig andere Trends in Sachen Verpackungsformen als beispielsweise aktuell in Europa. Unser besonderes Augenmerk liegt darauf, die Bedeutung der neuen Trends insgesamt für die Zukunft einzuordnen und in die Weiterentwicklung unserer Maschinen sowohl am Standort Deutschland als auch in unserem Werk in China einfließen zu lassen.

pj: Welche besonderen persönlichen Herausforderungen gab es für Sie im letzten Jahr?

Sebastian Wolf: Mit einer weltweit kontinuierlich ansteigenden Nachfrage nach unseren Maschinenmodellen aus unserem Werk in China stieg natürlich auch der Umfang meiner Aktivitäten vor Ort weiter an. Hier die Balance zwischen der Präsenz in Deutschland und in China zu finden, war sicherlich die größte Herausforderung. Ich versuche, gleich viel Zeit an beiden Standorten zu verbringen, was zwangsläufig auch mit sehr vielen Stunden im Flugzeug verbunden ist.

pj: Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage ein?

Sebastian Wolf: Weltweit erfährt die Verpackungsindustrie seit etwa zwei Jahren einen regelrechten „Boom“. Der Zukunft sehe ich daher sehr positiv entgegen. Wir konnten uns in den letzten beiden Jahren mit neuen Maschinenmodellen z. B. sehr stark in Marktsegmente einbringen, in denen wir zuvor nur wenig präsent waren. Beide Standorte zusammen genommen hat Wolf im Jahr 2017 über 230 vertikale Schlauchbeutelmaschinen installiert, und für 2018 sieht es nicht nach einem Rückgang des Umfangs aus.

pj: Welche Auswirkungen erwarten Sie für Wolf Verpackungsmaschinen?

Sebastian Wolf: Mit unseren beiden Produktionsstandorten und der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Maschinen und Anlagen haben wir die perfekte Mischung für einen sehr breit gefächerten und immer weiter wachsenden Absatzmarkt und somit beste Voraussetzungen für eine gesicherte Zukunft.

pj: Worin sehen Sie die wichtigsten Aufgaben und Trends der Branche?

Sebastian Wolf: Die Flexibilität von Verpackungslinien sowie deren Automatisierung nehmen immer weiter zu und werden wohl auch noch über Jahre die Hauptanforderung für Maschinenbauer darstellen. Immer neue Verpackungsdesigns und Verpackungsformen erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung in allen Bereichen einer Verpackungslinie.