
Mikroben machen aus Plastik neue Wertstoffe
Ein neuer Ansatz zur Verwertung von Plastik ist der Einsatz von Mikroben, Pilzen und Enzymen: Sie bauen Kunststoff nicht nur ab, sondern verwandeln ihn in nützliche Produkte.

Unter dem Motto #recyclingheroes ruft die Global Recycling Foundation in diesem Jahr dazu auf, Recyclinghelden zu nominieren. Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen kommt diesem Aufruf nach und stellt anlässlich des Weltrecyclingtags am 18. März einige der Recyclinghelden aus dem eigenen Verband vor.
Verpackungen schützen Lebensmittel – umso besser, wenn sie dabei Ressourcen schonen. Für die Herstellung der Multipeel PurePP Folienverpackung von Südpack wird bis zu 40 Prozent weniger Kunststoff im Vergleich zu bisherigen Verpackungen eingesetzt. Sie ist ein Beispiel für Verpackungen mit wenig Gewicht, die wiederverschließbar und recyclingfähig sind. Neuartige Verpackungen entstehen auch bei Krones, unter anderem für Milch. Das lichtempfindliche Lebensmittel erhält durch die neuartige, recycelbare Kunststoffverpackung den nötigen Lichtschutz.

Wie kann man einem Land helfen, das kein Abfallsammelsystem hat? Beispielsweise mit Big Bags aus gebrauchten PET-Flaschen aus Indonesien. Transportiert werden in solchen großen Säcken mit Henkeln beispielsweise größere Mengen Nutztierfutter, Saatgut wie Kartoffeln oder auch Kunststoffgranulat. Das Krefelder Unternehmen Boxon trägt mit dieser Idee dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kunststoffabfälle in Indonesien zu verringern. Die gesammelten PET-Flaschen werden an eine zentrale Recyclinganlage geliefert, wo alle weiteren Arbeitsschritte erfolgen.

Wer schon einmal ein unhandliches Sixpack Mineralwasser oder Softdrinks getragen hat, weiß das praktische Trageband der Umverpackung zu schätzen. Diese bestand bisher aus Polyethylen (PE)-Schrumpffolie mit angeklebtem Trageband aus unterschiedlichen Materialien. Deshalb und aufgrund der verwendeten Klebstoffe war sie nicht recycelbar. Ein neuartiges Trageband, entwickelt von Verpa Folie, löst dieses Recyclingproblem: Es besteht ebenfalls aus PE und sorgt für eine sortenreine, recyclingfähige Verpackungslösung.
Alle vorgestellten Produkte sind Gewinner des PackTheFuture-Awards, der Ideen rund um das Thema Kunststoffverpackungen auszeichnet. Der Award ist ein gemeinsames Projekt der Industrievereinigung Kunststoff und deren französischem Pendant, Les entreprises de l’emballage plastique et souple (ELIPSO).
Quelle: Industrievereinigung Kunststoff

Ein neuer Ansatz zur Verwertung von Plastik ist der Einsatz von Mikroben, Pilzen und Enzymen: Sie bauen Kunststoff nicht nur ab, sondern verwandeln ihn in nützliche Produkte.

Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) kommt – und ab August 2026 gelten umfassende Pflichtanforderungen entlang der gesamten Lieferkette. Im Webinar erklärt PPWR-Expertin Frauke Vogt, wie Unternehmen ihre Prozesse, Daten und Verpackungen rechtzeitig anpassen. Mit Einblicken in rechtliche Vorgaben, Umsetzungsschritte und Compliance-Praxis.

Ein neuer Bericht von Eunomia im Auftrag des International Aluminium Institute zeigt: Aluminiumdosen werden weltweit deutlich häufiger gesammelt und recycelt als PET- und Glasflaschen.

Die InnoRecycling AG und RecyPac haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Sammlung und das Recycling von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons in der Schweiz weiter zu vereinheitlichen und zu stärken.

Bundesumweltministerium startet Länder- und Verbändeanhörung für Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG).

Ab 2030 gelten in der EU verbindliche Mindestquoten für Post-Consumer-Rezyklate – doch schon heute fehlt es an hochwertigem PCR. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Interzero zeigt eine drohende Versorgungslücke von rund 1 Million Tonnen. Das Webinar ordnet die Zahlen ein, beleuchtet Ursachen und zeigt, welche strategischen Entscheidungen Unternehmen jetzt treffen sollten.
