Drei Schritte in einem beim Siegeln

(Bild: Herrmann Ultraschalltechnik)

Kosmetiknähte an Standbodenbeuteln sind für deren Stabilität zwar nicht notwendig, geben Verbrauchern aber ein zusätzliches Gefühl für die Produktsicherheit. Allerdings muss zur Herstellung oft ein zusätzlicher Produktionsschritt eingeplant werden. Herrmann Ultraschalltechnik hat eine Lösung, um diesen Extraschritt zu vermeiden.

Auch wenn sie nicht zur Sicherheit der Verpackung beitragen, suggeriert eine Kosmetiknaht ein rundum sicher verpacktes Produkt und sorgt damit beim Verbraucher für Vertrauen. Für Hersteller bedeutet dies jedoch, dass zusätzlich zu den Stationen zum hermetischen Siegeln und Abkühlen noch eine weitere Siegelstation geschaltet werden musste, die die Kosmetiknaht herstellt.

Um bei diesem Prozess wertvollen Platz und Kosten zu sparen, wurde das Kopfnahtmodul TSM von Herrmann um eine neue Funktion erweitert. Damit kann das Modul die Dicht- und der Kosmetiknaht künftig in einer Station einbringen. Eine Abkühlstation ist nicht notwendig, da sich die Verpackungsfolien beim Siegeln mit Ultraschall nur im Siegelbereich im Inneren der Folie erhitzen. Während Hersteller von Verpackungsmaschinen dadurch wertvollen Platz in ihrer Anlage sparen, profitieren ihre Nutzer von einer kompakteren Maschine sowie geringeren Anschaffungskosten. Bereits installierte Kopfnahtmodule von Herrmann können ebenfalls um das neue Upgrade erweitert werden.

Ultraschall sorgt für saubere Naht

Obwohl die hermetische und die kosmetische Siegelnaht in einer Station eingebracht werden, geschieht dies weiterhin in zwei aufeinanderfolgenden Schritten. Das hat den Vorteil, dass beide Prozesse separat optimiert und qualitätsüberwacht werden können. Gibt es einen Fehler beim Siegelvorgang, wie etwa durch Fehllagen in der Schweißstation oder durch Falten im Kopfbereich, wird dieser sofort erkannt und direkt die Aussteuerung der Packung eingeleitet.

Fehlerhafte Versiegelungen durch Überreste des Füllguts in der Siegelzone werden beim TSM aktiv vermieden, da die Vibrationen des Ultraschalls das Füllgut aus dem Nahtbereich verdrängen. Durch die konstante Überwachung der Siegelvorgänge und die sauberen Verschlüsse können nach Unternehmensangaben täglich mehrere Tonnen Ausschuss eingespart und gleichzeitig die Haltbarkeit beziehungsweise das Shelf-Life der Lebensmittel erhöht werden.

Das Kopfnahtmodul von Herrmann eignet sich vor allem für die Versiegelung von Standbeuteln und Sachets – unabhängig von der Temperatur oder der Beschaffenheit des Inhalts. Wärme entsteht nur für kurze Zeit durch Reibung im Inneren der Materialien und muss nicht extern zugeführt werden. Dadurch können auch Monomaterialien trotz ihrer sensiblen Eigenschaften optisch einwandfrei mittels Ultraschall versiegelt werden. Zudem entfällt ein Aufheizen der Werkzeuge, was nicht nur Zeit, sondern auch bis zu 75 Prozent Energie einspart.

Quelle: Herrmann Ultraschalltechnik

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