Was vor zehn Jahren noch wie reine Science Fiction anmutete, ist in der Logistik mittlerweile weltweit auf dem Vormarsch: Datenbrillen, auch „Smart Glasses“ genannt, helfen Mitarbeitenden im Lager die Auftragszusammenstellung zu verbessern. Das Karlsruher Unternehmen Packservice nutzt diese Technologie seit 2020. Ein Blick auf eine gepackte Europalette im Warenausgang macht es deutlich: Eine Vielzahl verschiedener Artikel muss in festgelegter Reihenfolge transportfähig gestapelt werden. Gebinde mit Dosen und Flaschen aus Glas und PET, Kisten, Trays, Beutel, Shrinks – alles auf einer Palette, fertig für den Versand. Was vormals mittels Handscanner erledigt wurde, geschieht heute unter dem Titel Vision Picking, dem Kommissionieren mit Datenbrillen. Dabei werden die Aufträge mittels der Brille um zusätzliche optische und akustische Informationen erweitert. Die sogenannte „Augmented Reality“ sorge dafür, dass die Mitarbeitenden nicht nur das Lager und die verschiedenen Artikel sehen. Durch die Datenbrillen erhalten sie zusätzlich präzise Informationen über die Auftragszusammenstellung und die Reihenfolge der Artikel pro Palette. Der große Vorteil: die Hände der Mitarbeitenden bleiben frei. Die Aufträge könnten dadurch schneller zusammengestellt werden und Fehler werden automatisch minimiert.
