etma kürt Tube des Jahres 2022

Bild von Kunststofftuben
Gewinner in der Kategorie Kunststofftube: Die Caudalie Duschgel-Tube, gefertigt von Albéa (Bild: etma)

Die European Tube Manufactures Association (etma) ist in Prag zu ihrer Jahrestagung zusammengekommen und hat die Gewinner des Tube des Jahres 2022 Wettbewerbs bekannt gegeben. In den Kategorien Aluminium-, Kunststoff- und Laminattube sowie Prototypen und Nachhaltigkeit wählte die Jury die Sieger aus.

Mit ihrem jährlichen Wettbewerb Tube des Jahres demonstriert die etma jedes Jahr aufs Neue die Kreativität, Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der europäischen Tubenindustrie. Über die Grenzen Europas hinaus setzt der Award weltweit Maßstäbe für zukunftsweisende und nachhaltige Verpackungslösungen von höchster Qualität.

Bild von einer Aluminiumtube von Chanel
(Bild: etma)

Zum Sieger bei den Aluminiumtuben wurden von der Jury die Chanel N°5 Tuben gekürt, die von Tubex Aluminium Tubes produziert werden. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Chanel N°5 hat die legendäre Marke eine limitierte Auflage ausgewählter Produkte auf den Markt gebracht: Die Chanel Factory 5 Collection mit Gels und Lotionen, verpackt in einem funktionalen Design der besonderen Art – in Ölkannen und Farbtöpfen, alle mit dem ikonischen Schwarz-Weiß-Design bedruckt. Die Gewinnertuben von Tubex Aluminium Tubes als Verpackungen für La Crème Corps (150 ml und 20 ml) sowie Le Gel Douche (20 ml) verwendet. Alle drei Tuben wurden mit einem matten Außenlack über Tubenkörper und -schulter und mit einem weißen, achteckigen Verschluss hergestellt. 

Kunststofftube räumt doppelt ab

Gleich zwei Gewinner gab es in diesem Jahr in der Kategorie Kunststofftuben. Zum einen landete die Caudalie Duschgel-Tube, die von Albéa gefertigt wird, auf dem ersten Platz. Caudalie hat sich für seine ikonische Duschgel-Linie für eine neue Verpackungslösung entschieden. Diese kombiniert eine schöne Farbschattierung, die mit Massenfarbe und Flexodruck erzielt wird, mit einer farblich abgestimmten Kappe. Die Tuben verwenden die Thin-Wall COEX PCR Max Technologie von Albéa im Zusammenspiel mit der Slight Cap PP für eine leichte Tube mit hohem PCR-Gehalt

Bild von einer Kunststofftube
(Bild: etma)

Der andere Sieger bei den Kunststofftuben wird vom schweizerischen Hersteller Hoffmann Neopac hergestellt. Für eine vegane Zahncreme von Liebherr hat Neopac eigens die PICEA-Tube mit Fichtenholz-Anteil kreiert. Mit dieser „Holztube“ ist eine hochwertige Verpackungslösung entstanden, die die Natürlichkeit und Nachhaltigkeit des Produktes unterstreichet. Der Unterschied wird tatsächlich spürbar, denn durch das feine Holzmehl fühlt sich die Oberfläche der Tube leicht rau an.

Die Tube hat eine deutlich verbesserte Ökobilanz dank des verwendeten Materials, denn die PICEA wood tube besteht zu über 95 Prozent aus erneuerbaren Ressourcen – der Fichtenholz- Anteil beträgt 10 Prozent, der zuckerbasierte Anteil liegt bei 85 Prozent. Das verarbeitete Fichtenholz hat seinen Ursprung in zertifizierten Wäldern der EU. Die Holzfasern stammen von Sägemehlabfällen deutscher Schreinereien. Die PICEA Holz-Tube punktet mit einer um über 40 Prozent besseren CO2-Bilanz gegenüber einer herkömmlichen PE-Tube. Gleichzeitig bietet sie dieselben qualitativen Eigenschaften in Bezug auf Barrierefunktion, Dekoration, Lebensmitteltauglichkeit oder Recyclingfähigkeit.

Sieger in der Kategorie Laminattube

Bild von einer Laminattube
(Bild: etma)

Bei den Laminattuben belegte die von der Firma Albéa produzierte Tube für die Lipikar Creme AP+M aus dem Hause La Roche-Posay den ersten Platz. Das neue Lipikar Baume AP+M ist jetzt in einer umweltfreundlichen Tube erhältlich und verwendet Albéa‘s EcoFusion Top, eine einzigartige Lösung, die eine Gewichtsreduzierung von 80 Prozent (im Vergleich zu Standardkopf und -kappe) ermöglicht, kombiniert mit Metamorphosis, einer papierbasierten Lösung, die 60 Prozent weniger Kunststoff als die vorherige Lipikar-Verpackung enthält. EcoFusion Top wird aus HDPE hergestellt, um Monomaterialität und Recyclingfähigkeit zu gewährleisten. 

Prototyp mit reduziert CO2-Ausstoß

Bild einer Kosmetiktube
(Bild: etma)

Mit der preisgekrönten und patentierten MMB Tubentechnologie überzeugte Hoffmann Neopac die Jury bei den Prototypen und trug den Sieg in dieser Kategorie davon. Die Polyfoil MMB Monomaterial Barrieretube zeichnet sich durch die Kombination von hohem Produktschutz, einem minimalen Anteil an PP-fremden Materialien, Benutzerfreundlichkeit und ansprechender Ästhetik aus und stellt einen deutlichen Fortschritt in der umweltbewussten Materialtechnologie dar. Die auf PP basierte Polyfoil MMB Tube mit PP Verschluss oder Applikator kann gemäß RecyClass Produktzulassung im PP-Behälter-Recyclingstrom verwertet werden und eignet sich auch gut für sauerstoffempfindliche Güter. Im Vergleich zum herkömmlichen Standard Polyfoil-Sortiment verwendet Hoffmann Neopac weniger Kunststoff im Tubenrumpf, was den CO2 -Ausstoß einer Tube mit einem Durchmesser von 30 mm um bis zu 40 Prozent reduziert. 

Bild von einer nachhaltigen Tubenverpackung
(Bild: etma)

Sieger in der Kategorie Nachhaltigkeit wurde die Kunststofftube „Tube 4.0“, die vom deutschen Hersteller Linhardt für seinen Kunden dm produziert wird. Im Rahmen des Projekts „Tube 4.0“ wurde die Wandstärke der Kunststofftuben der dm Marken Balea, Balea MEN, alverde, SauBär, babylove und Jessa um 30 Prozent von 0,50 mm auf nur mehr 0,35 mm reduziert. Zudem wurde der Anteil von Recyclingkunststoff beträchtlich erhöht: Anstatt wie bisher 50 Prozent enthalten die neuen Tuben nun 60 Prozent (Coex) bzw. 70 Prozent (Mono) Post-Consumer Rezyklat (ohne Verschluss). Dank dieser Kombination aus höherem PCR-Anteil und niedrigerem Materialeinsatz sinkt der Verbrauch von Primärmaterial. Bei der eingereichten 200 ml Siegertube alverde „Ultra Sensitive Pflegedusche“ werden durch die Umstellung 2,9 g Primärkunststoff pro Tube eingespart. Trotz des hohen PCR-Anteils bestechen die Tuben mit einem angenehmen Weißton und einem attraktiven Druckbild im Linhardt-eigenen HD-Druckverfahren. Die Erhöhung des PCR-Anteils bei gleichzeitiger Reduzierung der Wandstärke und Erhaltung des attraktiven Aussehens ist technisch anspruchsvoll und stellt einen wichtigen Schritt hin zum bewussteren Einsatz von Rohstoffen dar.

Quelle: etma

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