Der Barcode hat einen digitalen Nachfolger

(Bild: GS1)

Zum 1. Juni hat das GS1-Netzwerk, das unter anderem weltweit Barcodes für Unternehmen erstellt und verwaltet, ein System für zweidimensionale Barcodes in Form von QR-Codes initiiert. Ziel sei es, zeitgenössischen Herausforderungen zu begegnen und Industrie- und Handelspartnern sowie Endkunden einen Mehrwert zu bieten.

Der seit 1974 Strichcode ist eindimensional. Der QR-Code funktioniert zweidimensional und kann daher mehr Information speichern. Die unscheinbaren Vierecke mit ihren komplexen Mustern können Kombinationen von über 4.000 Buchstaben oder mehr als 7.000 Zahlen abbilden. Entsprechend sind sie bereits in vielen Lebensbereichen im Einsatz: zur Codierung von Bahn- und Flugtickets, Eintrittskarten oder als digitale Impfzertifikate der EU, aber auch auf Produkten zu Marketingzwecken.

Der neue GS1 Digital Link nun vereint mehrere Funktionen in einem abdruckbaren QR-Code. “Dieser GS1 Digital Link wird viel Potenzial für die unterschiedlichsten Informationsangebote bieten, zum einen für die Menschen und Systeme, die in den Liefernetzwerken die Produkte bis zum Kunden bringen, zum anderen für die Kunden selbst, die heute viel mehr wissen wollen, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden”, so Thomas Fell, Geschäftsführer GS1 Germany. Sei die Entscheidung für ein Produkt gefallen, ließen sich weitere Informationsangebote, sogar Erlebniswelten, für die Konsumenten über das Smartphone abrufen. Aufbereitete bzw. interaktive Informationen können variieren. So sind Tutorials, Demos, Kundenservices, Empfehlungen oder auch Rezepte denkbar.

(Bild: GS1)

Die Vorteile des neuen Systems sind vielfältig. Verbraucher mit Allergien können mit dem Scan auf einen Blick feststellen, ob sich für sie kritische Allergene im Produkt befinden. “Mit einem 2D-fähigen Code sind Informationen für unterschiedliche Empfänger abrufbar“, so Ilke Machemer, Senior Managerin bei GS1 Germany. Auch Verbraucher, die etwa an nachhaltiger Produktion und entsprechenden Inhaltsstoffen interessiert sind, könnten sich diese über den Code anzeigen lassen.

“Jedes Produkt kann ab sofort transparent und vollständig über sich selbst Auskunft geben mit dem GS1 Digital Link Standard und QR-Code. Dies unterstützt nachhaltige Konsumentscheidungen.”

Antje Meyer, Corporate Comunication & Sustainability Officer beim Berliner IT-Dienstleister GoodsTag

Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland plant der Frankfurter Getränkehersteller Jake’s Lemonade den GS1 Digital Link bis Ende Juli 2022 auf seinen Produkten zu platzieren.

Quelle: GS1

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