Packservice: Die Automatisierung der Verpackung

Ein Cobot stapelt bei Packservice die Verpackungen auf die Palette.
Ein Cobot stapelt die Verpackungen auf die Palette. (Bild: Packservice)

Materialknappheit, fehlende Rohstoffe und versp├Ątete Anlieferungen der Waren machen es Verpackungsdienstleistern nicht leichter, Bestleistungen zu erbringen. Es bedarf daher viel Erfahrung und des Weitblicks, in die Automatisierung von Prozessen zu investieren, und des Muts, mit jungen Netzwerkpartnern neue Wege zu gehen.

Unternehmer w├╝nschen sich, die Marktentwicklung von morgen und ├╝bermorgen vorausdenken und steuern zu k├Ânnen. Mit neuen Strategien stellt man die Weichen f├╝r ein umfangreiches Wachstum in einem dynamischen Umfeld. Was bedeutet das beispielsweise f├╝r die zukunftsorientierte Gestaltung eines Lohnverpackers wie der Packservice Gruppe und ihre strategischen Programme? Ralph Spiering, gesch├Ąftsf├╝hrender Gesellschafter der Packservice Gruppe bringt es auf den Punkt: ÔÇ×Das Ziel unserer Wachstumsagenda ist klar definiert. Im Jahr 2025 m├Âchten wir als Co-Packer Vorreiter bei Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit sein.ÔÇť

Palettieren leichter gemacht

Automatisierung f├Ârdert Effizienz und Skalierbarkeit. Einfachheit und Standardisierung digitaler Schnittstellen sorgen f├╝r bessere Erlebnisse und Kostenreduktion auf Kundenseite. Auch w├Ąhrend der Pandemie hat Packservice in diesem Bereich investiert. Unter anderem in ein digitales Linienf├╝hrerpult, das Prozesse vereinfacht, standardisiert und digitalisiert und dabei j├Ąhrlich noch tonnenweise Papier einspart.

Es wurde auch gepr├╝ft, ob die filigranen und h├Ąufig komplexen T├Ątigkeiten im Bereich der Konfektionierung schneller und in der gleichen Qualit├Ąt mit Automatisierungsma├čnahmen umgesetzt werden k├Ânnen. Dazu ist bisher kein Roboter in der Lage. Um einen Cobot wirtschaftlich rentabel einsetzen zu k├Ânnen, m├╝ssten sich Prozesse millionenfach wiederholen. Dies ist bei den individuellen Promotionsaktionen, die Packservice f├╝r seine Kunden abwickelt, nicht der Fall. Einfache T├Ątigkeiten lassen sich aber gut realisieren.

Der Einsatz bringt auch pr├Ąventive Gesundheitsma├čnahmen f├╝r die Mitarbeiter mit sich. (Bild: Packservice)

Deshalb wurde am Standort in Muggensturm der erste Palettier-Cobot implementiert, der die Mitarbeiter an der Linie unterst├╝tzt und entlastet. Er erm├╝det nicht, l├Ąsst sich einfach konfigurieren und hebt Lasten bis zu acht Kilogramm in eine H├Âhe von bis zu 2,30┬áMetern. Dabei kann er zwei gepackte Schachteln gleichzeitig greifen und palettiert so in sieben m├Âglichen Zyklen in der Minute bis zu 14┬áPackst├╝cke. Ein Cobot arbeitet direkt mit dem Bediener zusammen, ohne dass Schutzz├Ąune erforderlich sind. Damit spielt er neben seiner kompakten Bauweise auch seine Vorteile gegen├╝ber einem fest installierten Industrieroboter aus.

Digitale Matching-Plattform mit Start-up

Noch nie war der Druck auf die Hersteller h├Âher, am Point of Sale mit der Konkurrenz aus dem Netz mitzuhalten. Und noch nie war die Nachfrage nach alternativen, umweltgerechten Verpackungsl├Âsungen h├Âher. Stabile Partnerschaften sind f├╝r die Dienstleister im Verpackungssektor also wichtiger denn je. Neben einer gewachsenen, vertrauensvollen Zusammenarbeit kommt es aber auch auf Impulse von au├čen an. Beispielsweise setzt Packservice hier auf den Dialog mit externen Profis, Universit├Ąten und Fachverb├Ąnden, aber auch mit Start-ups.

Eines dieser jungen Unternehmen ist die PackPart GmbH, die sich als digitale Matching-Plattform f├╝r Verpackungsmaschinenprojekte und die dazu passenden Verpackungsmaschinen und Lohnhersteller versteht. ÔÇ×Wir stellen fest, dass sich die Kundenbed├╝rfnisse immer mehr in Richtung ÔÇÜAlles aus einer HandÔÇś entwickelnÔÇť, betont Christian Baumann, Gr├╝nder und Gesch├Ąftsf├╝hrer des Start-ups. Know-how und Beratung insbesondere bei erkl├Ąrungsbed├╝rftigen Produktkomplexen und Dienstleistungen fordern die moderne Welt der Verpackungsindustrie heraus. Als Consultant ber├Ąt er die Gruppe bei deren langfristigem Ausbau des Produktportfolios. ÔÇ×Packservice hat sich stetige Weiterentwicklung und vollst├Ąndige Maschinenkompetenz auf die Fahne geschrieben. Genau an diesen Punkten k├Ânnen wir ansetzen und Parallelen ziehenÔÇť, hebt der Gr├╝nder weiter hervor.

Mithilfe der Digitalisierung k├Ânnen die Prozesse effektiver begleitet werden. (Bild: Packservice)

Ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, fordert viel Ausdauer und Energie: nach erfolgreicher Produktentwicklung, begonnen bei der Packmittelrecherche, ├╝ber die Suche nach einer Verpackungsl├Âsung und schlie├člich die Verpackungsveredelung einhergehend mit den passenden Distributionswegen. Die Packservice Gruppe und PackPart unterst├╝tzen durch ihre Kooperation den langwierigen Prozess f├╝r eine schnellere und effizientere Beschaffung der ineinandergreifenden Bausteine f├╝r ihre Kunden.

Verpackungsmaterialien in Eigenregie

Von einem Lieferanten und Dienstleister erwarten die Kunden auch L├Âsungen zur Verbesserung von CO2-Bilanzen in der Wertsch├Âpfungskette, beispielsweise mit umweltschonenderen Materialien oder Mehrwegsystemen. Seit der Gr├╝ndung der Unternehmenstochter FPS Flexpack GmbH konnte so auch Co-Packung-Spezialist Packservice die Serviceleistungen deutlich erweitern. Man hatte auf die Kundenbed├╝rfnisse reagiert und das Portfolio um den Handel mit Wellpackverpackungen und Verpackungsmaterialien erg├Ąnzt.

ÔÇ×Wir sind im st├Ąndigen Austausch mit unseren Kunden. Dadurch erkennen wir ihre Bedarfe rechtzeitig und k├Ânnen passende L├Âsungen anbieten. In den vergangenen drei Jahren haben wir zahlreiche neue Produkte in unser Portfolio aufgenommen, darunter beispielsweise auch Etiketten oder gefaltete Packungsbeilagen. Zudem arbeiten wir kontinuierlich an nachhaltigen Verpackungsl├Âsungen und Alternativen im Bereich PackmittelÔÇť, fasst Flexpack-Gesch├Ąftsf├╝hrer Tobias K├Ąrst zusammen.

www.packservice.com

Weitere Beitr├Ąge zu den Themen Automatisieren und Robotik