Zentrale Stelle Verpackungsregister und Umweltbundesamt zum Status quo und Chancen rund um Verpackungen

Bei der Pressekonferenz von der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und Umweltbundesamt gibt es beim Thema Vermeidung von Verpackungen auch um den Einsatz von Recyklat. Hier Beispiele aus der Praxis.
Bei der Pressekonferenz von der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und Umweltbundesamt gibt es beim Thema Vermeidung von Verpackungen auch um den Einsatz von Rezyklat. Hier Beispiele aus der Praxis. (Bidl: ZSVR)

Graue Farbeimer, blaue Pflanzto╠łpfe, 90 Prozent Rezyklateinsatz und voll recyclingfa╠łhig ÔÇô nur zwei Beispiele von vielen, die zeigen, dass es bei der Produktverantwortung fu╠łr Verpackungen erhebliche Fortschritte gegeben hat. Mit der Novelle des Verpackungsgesetzes werden jetzt auch ausla╠łndische Hersteller und Marktpla╠łtze besser in die Verantwortung integriert. Fazit der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR): Es gibt keine Entschuldigung mehr, die Verpackung nicht als zuku╠łnftige Ressource zu gestalten.

Die Recyclingmengen aus dem dualen System sind im Jahr 2020 erneut um 8,4 Prozent gestiegen. Die gesetzlichen Quoten wurden von den Systemen im Durchschnitt erreicht. Die Grundlage dafu╠łr sind erhebliche Fortschritte bei recyclinggerecht gestalteten Verpackungen. Es gibt eine gro├če Auswahl vollsta╠łndig recyclingfa╠łhiger Verpackungen ohne Abstriche beim Produktschutz: Alle Formen, alle Materialien und fu╠łr das Marketing eine Vielzahl von Ausgestaltungen. Klar ist, dass Verpackungen aus Monomaterial in Bezug auf die Recyclingfa╠łhigkeit die Nase vorn haben. Der Mindeststandard zur Bemessung des recyclinggerechten Designs fu╠łr Verpackungen hat viele Innovationen initiiert.

ÔÇ×Das Marketing hat die o╠łkologische Verpackung entdeckt. Ist es die recyclinggerechte Monoverpackung, die zudem Material spart, dann hat der Mindeststandard seine Wirkung erzielt. Wenn es ein schwer recycelbarer Materialverbund ist, der nur mit brauner Farbe ÔÇÜO╠łkoÔÇś suggeriert, dann ist das in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft eine Sackgasse.ÔÇť

Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR)

Mehr Transparenz mit wenig Bu╠łrokratie

Das Jahr 2021 stand zudem im Zeichen der Novelle des Verpackungsgesetzes. In der ersten Stufe der Umsetzung wurde im Verpackungsregister LUCID die Mo╠łglichkeit fu╠łr ausla╠łndische Hersteller integriert, einen Bevollma╠łchtigten in Deutschland einzusetzen. Dieser soll die Umsetzung der inhaltlichen Pflichten garantieren. Nach dem Vorbild des Elektrogesetzes erhofft sich der Gesetzgeber eine deutliche Steigerung der gesetzeskonformen Umsetzung von ausla╠łndischen Herstellern.

Zum 1. Juli 2022 tritt eine weitere Stufe der neuen Regelungen in Kraft: Die Vollregistrierung fu╠łr alle Verpackungsarten und die Verantwortlichkeit fu╠łr Marktpla╠łtze und Fulfilment-Dienstleister. Damit wird klar, dass niemand mehr in Deutschland verpackte Waren in Verkehr bringen darf, der nicht registriert ist. Die Marktpla╠łtze mu╠łssen dies fu╠łr ihre Anbieter sichern.

ÔÇ×Die Registrierungszahlen sind im Jahr 2021 deutlich gestiegen, vor allem aus China. Die erweiterten Pflichten setzen bei den bekannten Schwachstellen an: Ausla╠łndische Hersteller, Marktpla╠łtze und Trittbrettfahrer. Die erste Stufe zum 3. Juli 2021 haben wir mit einem Kraftakt pu╠łnktlich umgesetzt. Derzeit arbeiten wir daran, die Gesetzesa╠łnderungen zum 1. Juli 2022 schlank umzusetzen, so dass die Hersteller mo╠łglichst bu╠łrokratiearm zeigen ko╠łnnen, dass sie die Produktverantwortung fu╠łr ihre Verpackungen ernst nehmen.ÔÇť

Gunda Rachut

Vermeidung von Verpackung ist ein gro├čes Thema f├╝r die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und das Umweltbundesamt und das zeigen sie hier an einem Beispiel.
Vermeidung von Verpackung ist ein gro├čes Thema f├╝r die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und das Umweltbundesamt und das zeigen sie hier an einem Beispiel. (Bild: ZSVR)

Fazit und Ausblick

Es gilt jetzt, die Fortschritte des Verpackungsgesetzes zu sichern und auszubauen. Neue Verpackungsentwicklungen mu╠łssen in die Bewertung des Mindeststandards integriert werden. Die ja╠łhrliche U╠łberarbeitung hat sich bewa╠łhrt, um die hohe Innovationskraft korrekt abzubilden. Weitere Entwicklungsmo╠łglichkeiten werden sich durch die Evaluierung des Verpackungsgesetzes ergeben.

ÔÇ×Die Richtung ist positiv: Das Verpackungsgesetz hat die notwendigen Entwicklungen angesto├čen. Fu╠łr die nicht vermeidbare Verpackung gibt es keine Entschuldigung mehr, sie nicht als zuku╠łnftige Ressource zu gestalten,ÔÇť resu╠łmiert Gunda Rachut.

Unter dem Titel ÔÇ×Verpackungen sind Ressourcen ÔÇô Verpackungsregister LUCID ÔÇô Status quo und PerspektivenÔÇť gaben die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister und das Umweltbundesamtes (UBA) auf der diesj├Ąhrigen Pressekonferenz in Berlin einen R├╝ckblick und einer Vorausschau zur Situation in Deutschland. Wichtige Themen waren die Verpackungsgestaltung, die Systembeteiligung und Recyclingquoten. Verpackungsvermeidung und recyclingf├Ąhiges Verpackungsdesign sollen beim Erreichen einer Kreislauff├╝hrung der wertvollen Ressource “Verpackung” helfen.┬á

Quelle: Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister

ZSVR - Weitere Meldungen

Die Plattform CLAIR soll L├╝cken in Unternehmensangaben zu Verpackungsmengen aufdecken.

Recycling-Plattform CLAIR ausgezeichnet

Die Analyseplattform CLAIR der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) wurde mit dem zweiten Platz beim ÔÇ×Best Data Project AwardÔÇť des Bundesverbands der IT-Anwender ausgezeichnet. Die Plattform greift auf riesige Datens├Ątze zur├╝ck, um Unstimmigkeiten und L├╝cken in Unternehmensangaben zu Verpackungsmengen aufzudecken.

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